„Stadt der Verdammten“ von Alexander Drews – Rezension

Paranormaler Thriller

„Die Stadt der Verdammten“ von Alexander Drews ist ein ungewöhnlicher, paranormaler Psychothriller, der nicht auf Spuk und Gänsehaut setzt, sondern auf Recht, Unrecht, Rache, politische sowie Geschlechter-Diskriminierung, Mobbing und auf starke Frauen. Er lädt den Leser ein, die Bewohner einer Kleinst-Stadt mit ihren Sorgen, ihrem Kummer und ihren Geheimnissen kennenzulernen, bevor alles eskaliert.

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Worum es in „Stadt der Verdammten“ geht

In der abgelegene, spanischen Dorfstadt Sagredo leben die nicht einmal zwanzig Bewohner scheinbar friedlich und ohne kriminelle Taten zusammen. Ilja kommt beruflich in diese Stadt. Zusammen mit der Nichte der Herbergsvermieterin findet er in einem verlassenen Haus ein Tagebuch der jugendlichen Charo, das ihr Interesse weckt. Nach und nach zerbröckelt die Fassade dieser anscheinend normalen Kleinst-Stadt und furchtbare Dinge treten zutage, auch wenn die Einwohner einvernehmlich zu schweigen versuchen.

Die Stärken der „Stadt der Verdammten“

Da dieser Thriller gleich mit einem gruseligen Ereignis beginnt, kommt der Leser sofort in die Geschichte herein. Allerdings wird nur das Ereignis geschildert, nicht jedoch die Gründe, Ursachen oder Motive. Dies alles erschließt sich in erster Linie durch das Lesen von Charos Tagebuch und später die Schilderungen einer starken Frau. Ich habe durch das Lesen der Gedanken von Charo ein Leben vor mir gesehen, bei denen ich die Gefühle von Charo gut nachvollziehen konnte. Diese Hauptperson ist dadurch sehr tiefgehend und vielschichtig dargestellt worden.

Auch die anderen Personen wurden mit ihren Sorgen, Nöten, Gedanken und Motive nach und nach vorgestellt. Dadurch hatte ich das Gefühl, Mitglied dieser Kleinst-Stadt zu werden, wodurch ich mich noch mehr für die Geschehnisse dort interessierte.

Die Schreibweise ist flüssig, natürlich und enthält zuweilen auch humorvolle Dialoge.

Die politische Geschichte Spaniens, zu der die Tagebucheinträge erfolgt sind, wird häufiger geschildert, um die Geschehnisse näher zu erklären. Dies finde ich sehr gelungen, da es zu einem besseren Verständnis des Lesers für die Handlungen führt.

Obwohl ich ein Fan richtig gruseliger, paranormale Thriller bin, fand ich „Stadt der Verdammten“ weniger gruselig als erfrischend tiefgehend durch die Hauptthemen: Mobbing sowie politische und geschlechtliche Diskriminierung.

Das Ende dieses Thrillers löst alle Fragen und bietet einen Blick in die Zukunft von Sagredo.

Die Schwäche der „Stadt der Verdammten“

Für mich persönlich lag die einzige Schwäche in der Menge der erwähnten Personen und Namen. Obwohl sie alle mehr oder weniger ihre wichtige Rolle in diesem Thriller spielen und man mit der Zeit etwas vertrauter mit ihnen wird, hat mich die Flut der Personen oft orientierungslos dastehen lassen. Zudem wechselt die Perspektive schnell zwischen den Personen. Vielleicht wäre eine Nennung der Personen mit Beruf und Familienverhältnissen zu Anfang des Buches hilfreich gewesen.

Fazit:

„Stadt der Verdammten“ ist ungewöhnlich tiefgehender paranormaler Psychothriller mit Schwerpunkt auf Spannung, Angst, Mobbing und Bedrohung –  weniger auf Grusel. Es ist ein absolut lesenswerter Thriller für die Leser, die auch mit vielen handelnden Personen in einem Buch klarkommen.

Hinweis:

Ich habe das Buch im Rahmen einer Verlosung mit Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Mein Rezension wurde davon jedoch in keiner Weise beeinflusst.

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